Klarheit & Grundlage schaffen: Unser Orientierungsworkshop

Den richtigen Partner für die Realisierung eines Softwareprojektes zu finden, lässt sich nicht mit der Auswahl des passenden Friseurs vergleichen... selbst das kann mitunter ein schwieriges Unterfangen sein. Und doch haben beide Ansinnen einiges gemeinsam: Eine Vertrauensbasis ist das A&O, neben einer aufrichtigen und transparenten Kommunikation, dem Verstehen der Wünsche und Hindernisse und Zuverlässigkeit in der Umsetzung. Eine Partnerschaft mit unseren Kund*innen bedeutet für uns genau das: Ein persönliches Kennenlernen, die Vision des zu erschaffenden Produktes zu verstehen, ein ehrliches, im Notfall auch mal etwas schwerer verdauliches Feedback zu geben und keine leeren Versprechungen zu machen. Wir wollen verstehen, was die Ziele und Bedürfnisse unserer Kund*innen sind – nur so können wir auch gute Arbeit leisten. Und das wollen doch schließlich beide Parteien?!

Ist der richtige Partner (oder Friseur) einmal gefunden, versteht man sich blind.

„Etwas kürzer, aber bitte nicht zu kurz. Einfach so, dass sie gesünder aussehen. Insgesamt hätte ich gerne mehr Volumen und softe Wellen.“

Die Anforderungen an meine neue Frisur trage ich wie immer wenig fachbezogen und leicht verwirrend vor – und trotzdem versteht man mich beim Friseursalon meines Vertrauens. Das was ich eigentlich gesagt habe, war etwas völlig anderes, und doch gehe ich mit der gewünschten Frisur nach Hause.

Bei einem Softwareprojekt steht weitaus mehr auf dem Spiel und auf dem Papier, als bei einem Friseurbesuch. Das wissen wir. Wir möchten daher von vorneherein eine gute Basis für ein Projekt schaffen: einen Ausgangspunkt, von dem alle Projektbeteiligten mit gutem Gewissen und mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen, mit einem konkreten Plan losgehen können. Aus diesem Grund empfehlen wir zu Beginn eines jeden Projektes unseren Orientierungsworkshop. Warum der Workshop sinnvoll ist, an wen er sich richtet und was die konkreten Inhalte und Ziele sind, möchte dieser Beitrag näher beleuchten.

Unser Workshop dient in erster Linie dazu, Klarheit und eine einheitliche Produktvorstellung bei allen Beteiligten zu schaffen. In dem sechsstündigen Termin erstellen wir gemeinsam ein Grobkonzept für die geplante Softwarelösung.

Der Workshop ist für alle geeignet, die ein Digitalisierungsvorhaben angehen möchten: für Unternehmen, die eine gewisse Vision Ihrer Digitalisierungsziele haben, aber noch keine konkrete Vorstellung, wie diese Ziele greifbar werden und wie ein Weg dahin ganz praktisch aussehen könnte. Doch auch wenn schon eine klare Vorstellung des gewünschten Endproduktes vorhanden ist, dient der Workshop einer Konkretisierung der nächsten Schritte für die gemeinsame Produktentwicklung. Wir werfen einen Blick auf die wesentlichen Aspekte der aktuellen Ausgangssituation auf Seiten der Auftraggebenden und skizzieren die gemeinsame Vision aller Beteiligten. Anhand dieser Eckpunkte werden anschließend kurz- und mittelfristige Ziele für ein Projekt bestimmt.

 

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Wie läuft so ein Workshop denn nun genau ab?

Schritt 1: Motivation & Ziele

Zu Beginn befassen wir uns mit der eigentlichen Motivation für das Projekt. Wir wollen aus den Teilnehmenden herauskitzeln, was sie wirklich antreibt, wo mögliche Pain Points liegen und an welchen Stellen wir mit unseren Kompetenzbereichen konkret unterstützen können. Anhand der sog. Brainwriting Methode halten alle Teilnehmenden individuelle Ziele für das Projekt fest, bevor sie dann gemeinsam besprochen und konsolidiert werden. Mit dieser Methode erhält man sehr viel schneller gute Ergebnisse als mit dem klassischen Brainstorming. Die Ergebnisse sorgen für ein gemeinsames Verständnis und Sicherheit für das weitere Vorgehen.

Schritt 2: An wen richtet sich das Produkt?

Elementar bei einer Produktentwicklung ist die Definition von Nutzendengruppen: Wer wird das Produkt oder die Dienstleistung schlussendlich verwenden und was sind ihre spezifischen Bedürfnisse? Nur, wenn man versteht, wer die User sind und wie diese ticken, kann man ein gutes Produkt entwickeln, dass ihre Bedürfnisse auch berücksichtigt. Gemeinsam werden also Personas erstellt und konkretisiert: Alter, Geschlecht, Vorerfahrungen in der Nutzung von Software und viele weitere Aspekte spielen hier eine Rolle und bilden die Grundlage für die weitere Konzeption und Entwicklung.

Software ist kein Selbstzweck.
Gemeinsam prüfen wir auch die generelle Idee und das Vorhaben auf Herz und Nieren: ist es wirklich das, was den größten Nutzen stiftet? Wenn wir am Ende eine schöne und performante App entwickelt haben, die jedoch niemand nutzt, weil sie keinen Mehrwert bietet, haben wir vielleicht Geld verdient… aber unsere Auftraggebenden sind nicht happy mit dieser Arbeit und  wir können es so auch nicht sein. Daher ist dieser Schritt besonders relevant. Ein mögliches Ergebnis des Workshops könnte also auch sein, dass statt der Entwicklung einer App die Website für mobile Endgeräte optimiert wird.

Schritt 3: Was muss die Lösung können?

Nun werden die technischen und funktionalen Anforderungen an das digitale Produkt gestellt und gesammelt. Was muss es können, welche Funktionen, Features, Prozesse müssen abgebildet werden und vor allem: Was ist dabei am wichtigsten? Geht es um ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, um eine Neu- oder Weiterentwicklung, wird ein UI/UX Design oder eine Review der bestehenden Codebasis benötigt? Diese und weitere Fragen werden in diesem Schritt geklärt.

Schritt 4: Eine erste funktionsfähige Produktversion

Die zuvor aufgenommenen Anforderungen werden im Team priorisiert, mit dem Ziel, den Umfang und Zeitplan einer ersten „funktionsfähigen“ Iteration (sog. MVP = Minimum Viable Product) des Produktes festzulegen. Welche Funktionen benötigen die Nutzenden im ersten Schritt, damit die Softwarelösung eine Daseinsberechtigung hat und aktiv genutzt wird? Hier kommt es darauf an, dass auf Basis der individuellen Wünsche und Einschätzungen eine objektive Entscheidung getroffen wird.

Schritt 5: Wie sieht das Marktumfeld aus?

Wir richten den Blick im nächsten Schritt auf das Marktumfeld: Gibt es Wettbewerber mit vergleichbaren Angeboten? Können wir uns hinreichend von diesen abgrenzen? Diese Frage steht im Fokus der Betrachtung, denn nur, wer den Wettbewerb kennt, kann sich auch von diesem absetzen.

Schritt 6: Nächste Schritte & Zeitplan

Nachdem der Umfang für ein MVP abgesteckt wurde und die gewünschten Zeitrahmen besprochen wurden, erarbeiten wir gemeinsam einen Zeitplan für die gemeinsame Produktentwicklung und die nächsten Schritte, die nach dem Workshop folgen. Auf Basis dessen können wir auch Aussagen über einen realistischen Budgetrahmen machen.

Ergebnis

Auf Basis der gemeinsam erarbeiteten Informationen und Erkenntnisse wird durch BRICKMAKERS im Anschluss eine ausführliche Dokumentation erstellt und geliefert.
Inhalt dieser Dokumentation sind in der Regel folgende Punkte:
  • Motivation des Kunden/Vision
  • Betroffene Nutzendengruppen und Persona
  • Strukturierte Anforderungen
  • Wettbewerbseinschätzung
  • Zeitplan
Auf Basis dieser Erkenntnisse kann im Anschluss in Richtung der ersten kurzfristigen Ziele gearbeitet werden.
 

Mögliche Folgeaktivitäten

  • Design Thinking Workshop
  • Business Model Generation Workshop
  • Backlog Development und Konzeptionsphase
  • Code Review bei einer Projektübernahme
  • Proof of Concept (Machbarkeitsstudie)

Ein Video sagt mehr als 1000 Worte. Daher stellen wir den Orientierungsworkshop in diesem Kurzvideo noch einmal vor:

BM_Orientierungsworkshop

 

Lust auf einen Orientierungsworkshop? Kontaktiere uns jederzeit gerne: https://www.brickmakers.de/kontakt!

 

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