New Work in der Praxis: Ungestört Termine wahrnehmen

Die Coronakrise stellt den Arbeitsmarkt in Deutschland vor enorme Herausforderungen und hat einige Unternehmen bereits bei der kurzfristigen Umstellung zu einer Arbeitsweise in 100% Home-Office ins Wanken gebracht. Wir bei BRICKMAKERS haben jedoch festgestellt, dass diese Arbeitsweise gut für uns funktioniert. Wenn alle virtuell kommunizieren, ist es – abgesehen von den Geschwindigkeiten der privaten Internetanschlüsse – eine homogene Ausgangssituation für alle Beteiligten. Mithilfe von Software wie Teams, Miro und Co. haben wir für uns eine gute und funktionierende Basis geschaffen, miteinander zu arbeiten, ohne dass dazu alle vor Ort sein müssen. Daher haben wir post-Corona ein hybrides Arbeitsmodell eingeführt. Was heißt das genau? Ein „Zurück“ zur alten Normalität wird es nicht geben. Vielmehr geht es um die Synergien aus zwei Welten, die zum einen die Erkenntnisse und Learnings aus der Home-Office-Zeit und zum anderen das Altbekannte aus der Office-Welt miteinander verbinden. Aus einer Mischform von Telearbeit, Büroarbeit und mobilem Arbeiten ergibt sich eine hybride Arbeitswelt. Dank des aktuellen Impfstatus, Hygienekonzepten und der 3G-Regel, besteht auch bei uns die Möglichkeit, wieder komplett oder teilweise ins Büro zurückzukehren.

 

In dieser hybriden Arbeitswelt in unseren Büroräumlichkeiten sehen wir uns auch mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die es zu lösen gilt:

Sowohl im Koblenzer als auch im Kölner Büro, setzt BRICKMAKERS bewusst auf ein offenes Großraumkonzept, sodass die crossfunktionalen Teams zusammensitzen und sich über den Schreibtisch hinweg austauschen können. Wenn ein Daily oder anderes Meeting-Format ansteht, wählt man einen der Meetingräume. Der Geräuschpegel war zwar bislang sehr niedrig, da die meisten Kolleg*innen extern per E-Mail oder Teams kommunizieren und so wenig Bedarf für Telefonate oder ähnliches an den Arbeitsplätzen herrschte. Aufgrund der neuen hybriden Arbeitssituation jedoch ist jetzt und in Zukunft mit erhöhtem Abstimmungsbedarf in Form von Telefonaten und Konferenzen zu rechnen, sowohl intern als auch extern. In Zeiten von Distanz-und Abstandsregeln ist besonders das Vertriebs-Team auf einen regen Austausch mit der Kundschaft angewiesen, der telefonisch oder per Videokonferenzen am Arbeitsplatz erfolgt. Gleichzeitig sollen die anderen Teammitglieder aber nicht durch eine permanente Geräuschkulisse abgelenkt werden und weiterhin konzentriert arbeiten können.

 

Zwar gibt es schon seit längerem die Möglichkeit, Meeting-Räume zu buchen oder die extra für diese Zwecke angeschaffte „Retro-Telefonzelle“ zu nutzen, dennoch wird schnell klar, dass es neue Anforderungen an die Aufteilung der Räumlichkeiten gibt.

 

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Wir haben schnell gelernt, dass New Work mehr als Obstkörbe und Home-Office bedeutet. Vielmehr beginnt der Wandel der Arbeitswelt auch in der Nutzung des uns zur Verfügung stehenden Raums. Der Bedarf an Räumlichkeiten, in denen man die gemischt-virtuellen, hybriden Meetings umsetzen kann, sollte nicht durch eine Parzellierung des Großraumbüros gedeckt werden; vielmehr sollte man dem Wandel Rechnung tragen, indem klassische Büros zu modernen Arbeitswelten transformiert werden. Denn nur wenn Mitarbeitende sich wohlfühlen, können sie motiviert und produktiv arbeiten.

 

 

Um die Faktoren Lautstärke und Konzentration zu berücksichtigen, haben wir daher schallisolierte Telefonboxen für weniger Lärm und weniger Ablenkung auf den Office-Flächen in den Büros in Köln und Koblenz installiert. Es handelt sich um Akkustikmöbel, die als Rückzugsort für ungestörte Telefonate oder konzentriertes Arbeiten dienen.

 

Wir haben nach einer ganzheitlichen Lösung gesucht und deswegen auch folgenden Punkte betrachtet: 

  • Flexibilität: Neben Stehkabinen, sollen auch kleine Personengruppen die Möglichkeit haben, die Telefonboxen zu nutzen.
  • Kompakte Bauweise: Die Installation der Lösung soll nicht das offene Raumkonzept von Brickmakers konterkarieren
  • Nachhaltigkeit: Da uns das Thema Nachhaltigkeit und Klimaneutralität sehr am Herzen liegt, ist es uns wichtig mit Partnern zu kooperieren, die unsere Ansichten teilen.

  

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In dem Berliner Unternehmens MuteLabs haben wir einen Dienstleister gefunden, der unseren Ansprüchen nach einer ganzheitlichen Lösung gerecht wird. Die Telefon- und Meetingboxen werden in Deutschland hergestellt, was die Liefer- und Transportwege kurzhält und den CO2-Fußabdruck auch nach der Produktion niedrig hält. Außerdem setzt das Unternehmen primär auf den nachwachsenden Rohstoff Holz. „Nachwachsend“ ist hier nicht nur ein Marketingversprechen, sondern wird aktiv gelebt, in dem für jede verkaufte Box auch ein Baum gepflanzt wird. 

 

Last but not least darf der Wohlfühlfaktor nicht zu kurz kommen. Alle ganzheitlichen Lösungen taugen nichts, wenn man sich als Mitarbeitende*r in der Telefonbox nicht wohlfühlt und der Aufenthalt bereits nach 15 min für Beklemmungen sorgt, weil es schlichtweg dort zu leise ist. Bei MuteLabs hat man einen guten Grad der Schallisolation gefunden, der zudem auch wieder auf das Nachhaltigkeitskonto einzahlt, denn der verwendete Filz wird aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Kombiniert mit der Belüftung ist es auch kein Problem, mal ein Stündchen drinnen zu verbringen. 

 

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Wie arbeitet ihr im Großraumbüro? Welche Lösungen habt ihr im Einsatz, um an unterschiedlichen Orten miteinander zu arbeiten? 

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